Windkraft – Wälder im Landkreis Karlsruhe nicht geeignet

Windräder an Stellen, wo kein Wind weht, lösen die Energieprobleme nicht

Die FDP-Landtagsabgeordneten Alena Trauschel und Christian Jung halten den Landkreis Karlsruhe nicht geeignet für Windenergie. Sie lehnen deshalb den Bau von bis zu 250 Meter großen Windkraftanlagen in Waldgebieten aus ökologischen Gründen ab.

In Beantwortung einer Kleinen Anfrage (Drucksache 17/897) der FDP-Landtagsabgeordneten Alena Trauschel (Wahlkreis Ettlingen) und Christian Jung (Wahlkreis Bretten) hat die Landesministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Thekla Walker MdL (Bündnis 90/Die Grünen), mitgeteilt, dass maximal bis zu 18 Prozent der Fläche des Landkreises Karlsruhe theoretisch für eine Nutzung als Windenergiestandort in Frage kämen. 

Diese Zahl setzt sich zusammen aus acht Prozent bezüglich Windhöffigkeit geeigneter Flächen (durchschnittliches Windaufkommen an einem bestimmten Standort) und weiteren zehn Prozent bezüglich Windhöffigkeit geeigneter Flächen, die aber flächenbezogenen Restriktionen unterliegen. Demgegenüber hatte die Landesregierung (Drucksache 17/391) gerade mitgeteilt, dass bezogen auf das gesamte Gebiet des Landes Baden-Württemberg ein Flächenanteil von 11,8 Prozent als theoretisches Maximum für eine windenergetische Nutzung gilt. Zurzeit seien keine Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen im Landkreis anhängig.

Alena Trauschel und Christian Jung sagten dazu am Sonntag (14.11.2021):

„Es ist erschreckend, wie weit Landesumweltministerin Thekla Walker MdL (Bündnis 90/Die Grünen) und mit ihr die grün-schwarze Landesregierung von der Wirklichkeit im Land und insbesondere im Landkreis Karlsruhe entfernt sind. Wer fast 20 Prozent der Flächen im Landkreis Karlsruhe für geeignet hält, um mit sehr großen Windkraftanlagen zugebaut zu werden, hat offenbar jeden Bezug zur Realität und zu den Menschen vor Ort verloren. Wir lehnen solche Überlegungen ab. 

Den Bau von bis zu 250 Meter hohen Windkraftanlagen in Waldgebieten halten wir zudem aus ökologischen Gründen für nicht vertretbar. Windräder an Stellen, wo kein Wind weht, werden die künftigen Energieprobleme nicht lösen. Es ist nun einmal so, dass es in Deutschland windhöffigere Standorte gibt, als dies in Baden-Württemberg und im Landkreis Karlsruhe der Fall ist. Der Bau von Windkraftanlagen im Landkreis Karlsruhe oder im Kraichgau an den umstrittenen Standorten bringt dem Klimaschutz überhaupt nichts. Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass Grüne und CDU im Südwesten nun auch noch eine Bürgerbeteiligung und Bürgerentscheide beim Bau von Windkraftanlagen unmöglich machen und den Natur- und Artenschutz aushebeln wollen.“